Ich will, dass du bei mir bist, wenn ich weine, und das tu‘
ich oft. Ich will, dass ich dich an meiner Seite weiß und du mich in den Arm
nimmst, wenn ich nicht mehr kann. Und obwohl ich den Anschein erwecke, alles im
Griff zu haben, entgleitet mir doch ständig alles so leicht. Dieses Gefühl,
dass man Erwartungen zu erfüllen hat, Ziele zu erreichen, Dinge zu erledigen
und dabei auch noch glücklich sein muss. Ich will, dass es Freitag- oder Samstagabend
drei Uhr ist und du nicht unter lauter Musik die Nacht durchfeierst, sondern
dass wir im Bett sitzen und über alles reden. Und wir nicht müde werden wollen,
und sich keiner gelangweilt durch den anderen fühlt. Ich will, dass wir
zweifeln über die ganze Welt. Dass wir verrückte Pläne machen, dass wir lachen,
uns küssen, dass wir traurig sind und vor einander weinen können. So oft würde
ich am liebsten meinen Frust raus lassen, fühle mich aber so fehl damit am
Platz. Ich will in deinen Armen liegen und hören, dass alles wieder gut wird,
ohne gesagt zu haben, dass irgendetwas schlecht sei. Ich will dir stundenlang
von meinen Problemen erzählen und dann in Tränen ausbrechen. Ich will, dass du
auch weinst, einfach, weil es dich traurig macht mich so zu sehen. Ich will,
dass du mir erzählst, was dich jemals am glücklichsten gemacht hat. Ich will,
dass ich dir dabei in die Augen schaue und alles sehe, was ich jemals gewollt
habe. Ich will nicht, dass du den Drang verspürst woanders zu sein als bei mir,
hier und jetzt, und mich einfach nur in den Arm nimmst und sagst, dass alles
wieder gut wird